Mein Bike

Vor einer Weltreise mit dem Motorrad steht die Frage, welches denn für so ein Vorhaben das „Richtige“ ist.

Alt oder Neu?

Für mich war schnell klar, dass es ein neues Motorrad sein soll. Ältere Modelle kann man zwar oft einfacher reparieren, das muss man dann aber eben auch, unter der Voraussetzung das es die eigenen Fähigkeiten oder die Verfügbarkeit von Werkstätten hergeben.

Modell?

Grundsätzlich ist jedes Motorrad besser als keins und es braucht nicht unbedingt ein „Adventure“ im Namen, um damit auf Weltreise zu gehen.
Trotzdem gibt es ein paar Faktoren, die das Reisen angenehmer machen, zum Beispiel lange Federwege, eine bequeme Sitzposition, ein großes Tankvolumen, hohe Bodenfreiheit oder guter Wetterschutz.
Viele Hersteller haben inzwischen Reiseenduros, die diese Eigenschaften vereinen sollen, im Angebot.

BMW, YAMAHA oder TRIUMPH?

Ich habe mir die BMW F 800 GS, die YAMAHA XT 660 Z und die Triumph Tiger XC näher angeschaut und bin alle drei Probe gefahren. Jedes hat gegenüber den Anderen Vorteile und Nachteile, weswegen mir die Entscheidung nicht einfach gefallen ist, ich glaube alle drei sind sehr gute Motorräder.
Am Ende ist meine Wahl auf die XT 660 Z gefallen, weil ich glaube, hiermit ein sehr robustes und zuverlässiges Motorrad zu haben. Das puristischere Design gefällt mir und unter den dreien ist sie die günstigste. Zudem habe ich mit meiner YAMAHA FZ 6 sehr gute Erfahrungen gemacht. Außer der Birne des Rücklichts alle 12.000 km hatte sie keine Defekte.

Zubehör

Die XT 660 Z ist von Haus aus schon absolut fernreisetauglich. Für meine Weltreise habe ich folgendes angebaut:

Koffer und Topcase: Touratech Zega Pro 2
Das Trägersystem ist sehr stabil und die Koffer gut.
In den Schlössern sammelt sich gern etwas Dreck, wenn man staubige Pisten fährt, sollte man hier vielleicht Abdeckungen drüber machen.

Navigationsgerät: Garmin Zumo 340 mit Touratech-Halterung
Auf dem Garmin können OSM Karten verwendet werden, was für die Weltreise sehr praktisch ist. Die Halterung kann abgesperrt werden, sodass niemand das Navi schnell mitnehmen kann.

Aluminium-Motorschutz mit Werkzeugfach: Touratech
Der große Motorschutz ist etwas wuchtig, tut aber was er soll. Es empfiehlt sich die Dinge im Werkzeugfach gut einzupacken, da hier jede Menge Dreck hinkommt.

Hauptständer: Hepco-Becker
Bei mir hat der Lack nicht besonders gut gehalten, wurde aber nachgebessert.

Sturz-Bügel: Touratech
Machen einen stabilen Eindruck, Einer musste für die Montage ein klein wenig zurechtgefeilt werden.

Handprotecktoren: Barkbusters Storm
Die Bügel sind stabil und die Handschalen bieten guten Wetterschutz. Ich finde die Barkbusters zudem optisch gelungener als die Alternativen von Acerbis

Fußrasten: SW MOTECH
Bieten besseren Halt, als die Serienfußrasten und sind vergleichsweise günstig

Steckdose: Touratech
Hier tut es auch jede andere Bordsteckdose, TT hat einen passenden Befestigungswinkel dabei und ist nicht wesentlich teurer andere Hersteller.

Größeres Windschild: OTR
Nicht ganz so hübsch wie das Original, bietet aber besseren Windschutz

Lampenschutzgitter: Touratech
Soll vor Steinschlag schützen, sieht auf jeden Fall gut aus 😉
Die Lösung von Touratech hat den Vorteil, dass das Gitter leicht abgenommen werden kann. So ein Gitter vor dem Scheinwerfer ist ja zumindest in Deutschland nicht zugelassen.

Gepäckrolle: Louis
Hält Alles im Inneren absolut trocken.

Tankrucksack: Touratech
Guter Tankrucksack, der der Form des Tanks des Motorrads angepasst ist. Das Kartenfach oben drauf ist leider nicht vollständig wasserdicht, das ist schlecht bei Karten aus normalem Papier.